Aktuelles aus der Gemeinde

Das Weihnachtsbaumbrennen am 19.01.2019

- Unser erstes Steinaer Volksfest in neuen Jahr – 

 

Bereits zum fünften Mal fand das inzwischen zur Tradition gewordene Weihnachtsbaumbrennen auf dem zentral gelegenen "Vergissmeinnichtplatz" statt. Bei schönstem Winterwetter - es war trocken, windstill und nur leicht frostig - lockte es wieder sehr viele Einwohner an. Ein kleines Rondell war von zwei Vereinsmitgliedern schon im Dezember mit Granitpflaster versehen worden. Darauf wurde der Drahtkäfig platziert, in dem die Bäume einzeln und sicher dem Feuer übergeben werden konnten. Es kamen auch in diesem Jahr zahlreiche ausrangierte Tannen aus allen ehemaligen Ortsteilen zusammen. Besonders imposant war das Zischen und Fauchen der recht trockenen Nadeln und kleinen Äste, kurz nachdem sie dem Feuer übergeben worden waren. Für jeden mitgebrachten Baum gab es eine kleine Holzmarke, die am Verkaufsstand gegen einen Gratis-Glühwein eingetauscht werden konnte. Der Stand mit Bratwurst und Steaks vom Holzkohlegrill der Freiwilligen Feuerwehr war ebenso umlagert wie die Getränketheke des Heimatvereins.

 

Die Kinder vergnügten sich am Feuer in einer kleinen Eisenschale, das sie unter Aufsicht ihrer Eltern ständig mit Tannenbaumästchen und kleinen Holzscheiten „fütterten“, während sie sich an Kinderpunsch oder Brause labten. 
Die erwachsenen Besucher hingegen ließen es sich bei Glühwein und Bier gut gehen. Nicht wenige Einwohner standen durchaus mehrmals an den beiden stets umlagerten Verkaufsständen an. So mancher Bürger signalisierte bei den vielen lustigen Gesprächen seinen Wohnnachbarn, dass man die schöne Tradition des Zusammenhalts auch im weiteren Verlauf des Jahres pflegen sollte... Und genau so war auch das Weihnachtsbaumbrennen vom Heimatverein Niedersteina und der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes gedacht: Die Dorfgemeinschaft muss gestärkt werden! Und dazu darf, ja sollte bereits im Januar der Auftakt für ein geselliges Jahr erfolgen... 
 

Sternstunde für Steinaer Gemeindearchiv

Am 24.01.2019 übergab der Hobbychronist Reinald Görner dem Bürgermeister Achim Garten seine gesamten Forschungsergebnisse zur Heimatgeschichte des Ortes. Im Beisein einiger Mitglieder des Heimatvereins Niedersteina und der Natur- und Heimatfreunde Steina übereignete er seine in jahrelanger Freizeitarbeit in acht Ordnern mit weit über 1000 Seiten gesammelter Ergebnisse dem Chronikzimmer im Vereinshaus. Seit der rührige Steinaer das Rentnerdasein genießt, setzte er sich nicht zur Ruhe, sondern ging einem seiner Hobbys nach: dem Zusammentragen von heimatgeschichtlichen Daten. In Archiven, alten Zeitungsbeständen und vielen weiteren Quellen suchte er nach Fakten und stellte sie geordnet zusammen. Frühere in Steina existierende Mühlen, von denen heute kaum noch jemand etwas ahnt, die Historie alter Gasthäuser, ausgestorbenes Handwerk, um nur einiges zu nennen, finden sich in Zahlen und Fakten in seinen Unterlagen wieder. Und selbst die Ausstellung „Geschichte der Steinaer Granitindustrie“, die der Heimatverein Niedersteina anlässlich der Kirmes 2015 vorbereitet hatte, wäre ohne die von Reinald Görner zur Verfügung gestellten geschichtlichen Hintergründe kaum in diesem Umfang möglich gewesen. Der Hobbyforscher arbeitet - wen überrascht es - auch in der Arbeitsgruppe des Heimatvereins, die die diesjährige Ausstellung zur früheren Steinaer Gastronomie vorbereitet und langfristig auch die Häuserchronik des Ortes erstellen will.
Auf die Frage, warum Reinald Görner seine Schätze der Allgemeinheit übergibt, meinte er: „Solch eine umfangreiche geschichtliche Sammlung darf keinesfalls auf einem privaten Hausboden verschwinden, wo sie eines Tages möglicherweise gar verloren geht. Sie muss der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Deshalb soll sie einen Platz im Vereinshaus neben der ´Höfgenchronik´, vielen anderen geschichtlichen Dokumenten und den Niederschriften der bisherigen Ortschronisten bekommen.“
Apropos Ortschronik: Leider gibt es seit längerer Zeit für Steina keinen Ortschronisten mehr, der für die historischen Bestände, aber auch für die Erfassung aktueller Ereignisse im Dorf zuständig wäre. Bürgermeister Achim Garten bedauert dies sehr. „Bisherige Aufrufe brachten leider nichts. Jeder, der sich seinem Heimatort verbunden fühlt, kann sich hierfür einbringen“, meinte er. „Und ich kann mir vorstellen, damit die ehrenamtliche Tätigkeit für einen allein nicht zu aufwendig wird, dass sich auch mehrere Bürger diese Aufgabe teilen und sich dadurch auch gegenseitig vertreten können.“ Es bleibt zu hoffen, dass so die Geschichte, aber auch die Gegenwart der Gemeinde Steina der Nachwelt erhalten bleibt und auch kommende Generationen noch erfahren, wie ihre Vorfahren gelebt und den Alltag gemeistert haben.