Informationen des Bürgermeisters

Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Steina,
  
seit Jahren wurden im Gemeinderat Überlegungen angestellt, wie es mit der Trinkwasserversorgung in der Gemeinde perspektivisch weitergehen soll, mit dem Ziel, den Verbrauchern stabile Wassergebühren zu gewehrleisten. 
 
Hiermit informiere ich Sie, dass der Gemeinderat am 14.01.2020 einen Grundsatzbeschluss gefasst hat, dass die Gemeinde Steina beabsichtigt, dem Trinkwasserzweckverband (TZV) „Kamenz“ beizutreten. Dadurch soll die öffentliche Wasserversorgung dauerhaft und kostendeckend nicht mehr selbst, sondern in einem Verbund mit anderen Städten und Gemeinden, dem TZV „Kamenz“, gewährleistet werden. 
 
Die Trinkwasserversorgung wurde in der Vergangenheit in Eigenregie der Gemeinde geführt. Bis vor einigen Jahren war dafür eigenes Personal in der Gemeindeverwaltung beschäftigt, wobei der technische Teil durch einen Geschäftsbesorgungsvertrag mit der EWAG abgedeckt war.  
 
Seit dem Übergang in die Verwaltungsgemeinschaft mit Pulsnitz darf die Gemeinde kein eigenes Personal dafür beschäftigen. Somit gibt es einen kaufmännischen und einen technischen Geschäftsbesorger sowie weitere Teilleistungen, die Stadtverwaltung Pulsnitz und die Gemeinde Steina erledigen. Diese Lösung ist nicht zufriedenstellend, da es zu viele Beteiligte gibt. 
 
Um allen Aufgaben gerecht zu werden und die Betriebsführung wirtschaftlich zu gestalten, standen zwei Varianten für die Betreibung der Wasserversorgung zur Debatte: weitere Führung als Eigenbetrieb mit einem Geschäftsbesorger für alle Bereiche oder der Beitritt zu einem Trinkwasserzweckverband.  
 
Es wurde zuerst die Lösung der Weiterführung als Eigenbetrieb mit einem Geschäftsbesorger favorisiert und eine entsprechende Ausschreibung vorbereitet. Während dieser Vorbereitung wurden jedoch Probleme erkennbar, u.a. das Risiko, keinen regionalen Partner zu haben, Leistungsansätze pauschal auszuschreiben und ständig steigende Kosten in Kauf zu nehmen, was letztendlich zu steigenden Gebühren führen würde. Da diese Lösung zu unkalkulierbaren Risiken führten könnte, entschied sich der Gemeinderat dazu, Gespräche mit den zwei angrenzenden Trinkwasserzweckverbänden Kamenz und Bischofswerda zu einem eventuellen Beitritt aufzunehmen. Basierend darauf kam der Gemeinderat zu dem Ergebnis, dass ein Beitritt zu einem Zweckverband unseren Verbrauchern eine größere Sicherheit gewährleistet als Weiterführung im Eigenbetrieb. 
 
Im Vergleich der beiden Zweckverbände entschied sich der Gemeinderat für den TZV „Kamenz“ aufgrund der bereits vorhandenen Verflechtung und guter Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde Steina und dem TZV „Kamenz“. Zum einen liefert die Gemeinde Steina zurzeit Trinkwasser an den TZV „Kamenz“. Zum anderen haben sowohl die Gemeinde Steina als auch der TZV „Kamenz“ einen Geschäftsbesorgungsvertrag mit der EWAG für den technischen Bereich der Trinkwasserversorgung.  
 
Im nächsten Schritt werden Verhandlungen für einen öffentlich-rechtlichen Vertrag zwischen der Gemeinde Steina und dem TZV „Kamenz“ aufgenommen, um anschließend einen Antrag auf Beitritt zu stellen. Der Vertrag wird vorher bekannt gemacht und in einer Einwohnerversammlung vorgestellt. Der Vertrag und dessen Unterzeichnung stehen unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Gemeinderates. Der Beitritt soll voraussichtlich mit Wirkung zum 01.01.2021 erfolgen. 
 
Dieser Schritt ist notwendig, um in den Folgejahren exorbitante Preissteigerungen in der Wasserversorgung für jeden Einwohner zu vermeiden. Hinzu kommt die Vereinfachung der Abwasser- und Trinkwassermeldung durch das einmalige Versenden der Wasserzählerstände an die EWAG. 
 
Nachfolgend können Sie Einsicht nehmen in den zusammengefassten Vortrag von der Gemeinderatssitzung am 14.01.2020.  
 
 
Ihr Bürgermeister
 
Sandro Bürger
 
 
 
 
 
 

"Sachsen blüht"

 
Sehr geehrte Bürgerinnen und Bürger,
 
wir möchten Sie auf den Aufruf „Sachsen blüht“ für das Jahr 2020/2021 aufmerksam machen. 
„Sachsen blüht“ ist eine Initiative des Sächsischen Landtages (gemäß Beschluss des Sächsischen Landtages zum Doppelhaushalt 2019/2020). Die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) stellt im Rahmen des Projekts „Puppenstuben gesucht – Blühende Wiesen für Sachsens Schmetterlinge“ kostenlos gebietseigenes zertifiziertes Saatgut für geeignete Flächen mit einer Größe zwischen 1000 und 2000 m² zur Verfügung.Den  Aufruf, die Teilnahmebedingungen und den Teilnahmebogen zur Anmeldung sowie ein Merkblatt zur Saatbettbereitung/Aussaat und zur insektenfreundlichen Pflege der Wiesen finden Sie beigefügt.
 
Sandro Bürger
Bürgermeister