Geschichte

Steinas erstmalige urkundliche Errwähnung erfolgte im Jahr 1349. Es wurde in seiner bäuerlichen Struktur als Waldhufendorf gegründet. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich vier Dörfer: Weißbach, Niedersteina, Obersteina - Rusticalgemeinde und Obersteina – Dominalgemeinde. Die Rusticalgemeinde war das alte Dorf der Bauern, die Dominalgemeinde war auf herrschaftlichen Grund entstanden und wird jetzt „Neues Dorf“ genannt. Dort wohnten die Häusler und Tagelöhner. Im Laufe der Zeit sind Obersteina, Niedersteina und Weißbach zur heutigen Gemeinde Steina zusammen gewachsen.

Es zogen Kriege und damit verbunden schreckliche Verwüstungen über das Land. Von 1418-1436 in den Hussitenkriegen und 1618-1648 im Dreißigjährigen Krieg wurde die Gegend schwer von den umherziehenden Truppen verwüstet. 1639 durchstreiften schwedische Truppen auf ihrem Zug von Pirna nach Kamenz das Land. 1706, während des Nordischen Krieges sollen die Schweden am Schwedenstein, der damals noch Gickelsberg hieß, gelagert haben. 1812-1813 wurde die ganze Lausitz durch die Heere des Napoleonischen Krieges schwer heimgesucht.

Im 18. Jahrhundert wurde neben der Landwirtschaft das Bandmachergewerbe zur Erwerbsgrundlage vieler Einwohner in Steina. Aus vielen Häusern hörte man das Klappern der Webstühle von Heimwebern. Mit Beginn der Industrialisierung entstanden bei uns zahlreiche Granitsteinbrüche. Der Haustein, als letzter, wurde in den 70er Jahren geschlossen.